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MORGEN

Eine Ausstellung mit Werken von Simon Karim Frembgen, Patrycja Frey, Miriam Licia Jadischke,
Olga Moș, Stefanie Sändig und Miriam Smidt

ÜBER DIE AUSSTELLUNG
Sie stammen aus verschiedenen Gegenden in Deutschland, Polen und Rumänien, leben in Berlin und lernten sich vor einigen Monaten beim Projekt Art up – Erfolg im Team kennen. Unter dem Titel Morgen stellen Simon Karim Frembgen, Patrycja Frey, Miriam Licia Jadischke, Olga Moș, Stefanie Sändig und Miriam Smidt ihre zum Teil aus diesem Anlass entstandenen Werke aus. Sie haben Morgen als Titel gewählt, weil dieses Wort eine ambivalente Bedeutung hat: Der Morgen bezieht sich auf die Zeit zwischen Tagesbeginn und Mittag, das Morgen auf die Zukunft.

Die meisten der an der Gruppenschau Beteiligten stehen am Anfang ihrer künstlerischen Karriere oder treten in eine neue Phase ihrer künstlerischen Arbeit ein. Sie widmen sich, mit Ausnahme von Miriam Licia Jadischke, Fotokünstlerin und Zeichnerin, die in letzter Zeit vorwiegend raumgreifende Collagen schafft, der Malerei. Simon Karim Frembgen, Patrycja Frey, Stefanie Sändig und Miriam Smidt kombinieren verschiedene Mal- und Zeichentechniken und benutzen Acryl- oder Aquarellfarben und Pigmente, die sie in unterschiedlicher Intensität auf Papier und Leinwand auftragen. Ihre Arbeiten sind expressiv und an der Grenze zwischen Figuration und Abstraktion (Simon Karim Frembgen, Stefanie Sändig), minimalistisch und figurativ (Patrycja Freys digitale Malerei), gestisch und semi-abstrakt (Miriam Smidts Liquid Light Painting) oder konzeptuell (die abstrakten Gemälde von Olga Moș, die sich zunehmend in Farb Environments verwandeln). Unabhängig von der Malweise oder Technik zeigen die Werke aller Teilnehmenden der Ausstellung Morgen, welches gestalterische und inhaltliche Potential in Malerei und Collage steckt.

Text: Urszula Usakowska-Wolff

Physisch zu sehen war MORGEN vom 6. bis zum 14. August 2021 in der INSELGALERIE Berlin. Die Ausstellung wurde konzipiert im Rahmen von Art up – Erfolg im Team und wurde begleitet von der Künstlerin und Kuratorin Kim Dotty Hachmann. Das Projekt Art Up – Erfolg im Team wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales im Rahmen der Bezirklichen Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit.

Sowohl als auch …

Catherine Bourdon (Malerei/Keramik), Chrysanthi Goula (Film/Video), Daniela Bustamante (Malerei), Nadia-Valeska Devonish (Malerei), Marion Ehrsam (Malerei/Zeichnung)

ÜBER DIE AUSSTELLUNG

Unter dem Motto „Sowohl als auch …“ treten die Werke der Künstlerinnen in einen anregenden Dialog, der in der Vielfalt Gemeinsames aufleuchten lässt. Gezeigt wurde die Ausstellung vom 3. bis 12. Dezember 2020 im K-Salon.

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DIE KÜNSTLERINNEN

CATHERINE BOURDON (*1967 in Frankreich) lädt mit ihren Werken in eine Welt ein, in der die Kunst als eigenes, wertefreies l’art pour l’art sich und seinen gesellschaftlichen Kontext immer wieder hinterfragt. Material, Materie und Sujet ringen darin spielerisch um den Vorrang und gehen ineinander auf. Der spontane Gestus der Actionpainterin steht hier gleichrangig neben einer manieristisch gemalten Figur und der Sprayer-Schablone. Schrille Farben und Glitter, Porzellanscherben, Farbmassen aus Pigmenten und eigens hergestelltes Bindemittel, geschmiert, getropft, dick, dünn, glänzend oder matt: trotz vielfältig geschaffener Kontraste stehen die Werke am Ende entblößt da – zart, fast zerbrechlich oder naiv.

DANIELA BUSTAMANTE (*1980 in Ecuador) benutzt intensive, leuchtende, in mehreren Schichten aufgetragene Farben. Ihre großformatigen Ölgemälde zeigen Menschen, die gewöhnlichen Aktivitäten nachgehen. Humorvoll löst sie sie aus dem Zusammenhang und hebt damit die Absurdität bestimmter Situationen hervor. Das Einfrieren körperlicher Ausdrucksformen wie Mimik, Gestik und Posen und eine Komposition, die figurative Elemente vor abstrakte und ornamentale Hintergründe setzt, wecken das Gefühl für die ehrlichen und auch banalen Momente, in denen wir uns als Menschen oft befinden.

NADIA-VALESKA DEVONISH (*1986 in Deutschland) stellt in ihrem Werk die ambivalente Identität des Menschen in einer globalen und fragmentierten Welt in den Mittelpunkt. Ihre Ölgemälde, Mischtechniken auf Leinwand und Holz, Tusche, Bleistift- oder Kreidezeichnungen sind das Ergebnis eines Prozesses, in dem sie vielfältiges Material – von Familienalben bis Sounds – aus dem urbanen Umfeld sammelt und verarbeitet. Ihr Interesse gilt der Entschärfung der Erinnerung durch Unschärfe, der Selbstdarstellung als einer Mischung aus Verhüllung und Enthüllung und den Ritualen der Kommunikation. Kunst ist für Devonish, deren Biografie von vielen Ortswechseln geprägt ist, ein Mittel, um das Ephemere vor dem Vergessen zu bewahren.

MARION EHRSAM (*1963 in der Schweiz) schafft Werke zwischen Malerei und Zeichnung, die zu schweben scheinen. Die Künstlerin bezeichnet ihre Bilder als „möglichst leicht, sodass sie gerade die Ideen tragen“ und erklärt zu ihrem Entstehungsprozess: „Die Wesen sind schemenhaft, erst geworfen dann nachskizziert, so dass sie gerade erkennbar sind. Die Bilder malen sich selbst und ich helfe ihnen dabei, sich zu zeigen. Mal schön, mal kräftig und laut, meist jedoch leise und manchmal fast unsichtbar, aber sie erwachen, wenn man sie betrachtet.“ Nach Aufenthalten in Frankreich und Italien lebt und arbeitet die Künstlerin heute in Berlin, von wo aus ihre Arbeiten in viele Länder reisen.

CHRYSANTHI GOULA (*1991 in Griechenland) filmt und fotografiert Menschen, Gesichter, Mimik und Details. Sie liebt Filme, in denen die Kamera Situationen und Menschen die Zeit lässt, um hinzuhören und zu reagieren, weil die Bilder auf diese Weise Geschichtlichkeit gewinnen. Sie liebt Filme, die mit anderen Kunstgenres in den Dialog treten oder verschiedene Kunstgattungen integrieren. Goula interessiert das vieldeutige Einfache. Komplizierte Diskurse sprechen sie nicht an, weil wir sie nicht immer brauchen. Aus Sicht der Künstlerin „brauchen wir dringend unsere Sinne, um die Welt zu begreifen. Schließlich beinhaltet jede Beobachtung auch eine Erfindung“.

„Sowohl als auch …“ wurde begleitet von der Künstlerin und Kuratorin Simone Haack im Rahmen von „Art up – Erfolg im Team“. Das Projekt „Art up – Erfolg im Team“ wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales im Rahmen der Bezirklichen Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit.

CREATORS´ CROWN

Gemeinschaftsausstellung der Berliner Künstlerinnen Rahel Bachem, Isa Bellart, Dagmar Buchholz, Lucia Fischer und Almut Iser.

ÜBER DIE AUSSTELLUNG
Die Künstlerinnen Rahel Bachem, Isa Bellart, Dagmar Buchholz, Lucia Fischer und Almut Iser setzen mit ihren Werken dem Leben die Krone auf. Gemeinsam sind sie Creators´ Crown. Zu sehen sind grazile Tierzeichnungen, expressive Frauenfiguren, meditative Fadenträume, intensive Farben in freiem Fluss auf Glas und gemalte Künstlerinnenportraits.


DIE KÜNSTLERINNEN
RAHEL BACHEM studierte Kunst an der Universität der Künste Berlin bei Professor Johann Lorbeer. Fasziniert von der unendlichen Vielfalt der Tierwelt, fertigt sie Zeichnungen an, die auf das Wesentliche des Tieres reduziert sind. Die Portraits entstehen aus einer schlichten schwarzen Linie, die dank ihrer Einfachheit jede Form annehmen kann. Als Hommage an die Schöpfungskraft
der Natur bringt sie ihre Zeichnungen nicht nur auf Papier, sondern als Tätowiererin auch unter die Haut.

ISA BELLART ist Malerin und Illustratorin. Sie studierte Innenarchitektur an der Berlin International University of Applied Sciences, sowie Illustration an der Akademie für Illustration und Design Berlin. Ihre Bilder sind geprägt von starken Kontrasten, weiblichen Figuren und der Ambivalenz des urbanen Raums. Ihre Arbeitsweise bewegt sich zwischen expressiver Acrylmalerei auf Leinwand und digitalen Zeichnungen. Zu ihren Kunden zählen u.a. das Badische Staatstheater. Zuletzt wurden ihre Werke bei Dussmann das KulturKaufhaus ausgestellt.

DAGMAR BUCHHOLZ lernte für ihre Mixed-Media Kunst an der Spezialschule für Textilgestaltung Berlin. Aktuell ist sie Masterclass-Teilnehmerin von Natasha Wolters. Eine der Lehrerinnen, die sie besonders prägte, ist die südkoreanische Textilkünstlerin Ihn Sook Shin. Die Arbeiten von Dagmar Buchholz entstehen in einem intuitiven Dialog mit den Formen der Natur. Ihre gestickten und genähten Textilbilder, für die sie häufig auch recycelte Material verwendet, beeindrucken durch die Kombination malerischer Qualität mit sinnlicher Haptik. Ihre Arbeiten zeigt sie regelmäßig auf der Textile Art Berlin.

LUCIA FISCHER ist Meisterschülerin der Malerei und hat bei den Professor*innen Katharina Grosse und Werner Liebmann an der Kunsthochschule Berlin Weißensee und bei Veit-Johannes Stratmann an der Freien Akademie Rhein/Ruhr in Krefeld studiert. Für ihre großformatigen Arbeiten auf Glas lässt Fischer Farben, Quell- und Mineralwasser auf den Bildträger fließen. Ihre Malereien lassen weit blicken: Ein schichtweiser entstandener Kosmos nimmt Gestalt an und enthüllt die Mysterien einer lebendigen Welt.

ALMUT ISER zeichnet und malt seitdem sie etwas in der Hand halten kann. Sie studierte Kunst und Englisch und ist Meisterschülerin der Hochschule der Künste Berlin im Bereich Visuelle Kommunikation. Ausgangspunkt ihrer Kunst sind Texte, Begegnungen mit Menschen und Fotografien. Deswegen ist das Porträt eines ihrer Hauptthemen, hier in Ölfarbe auf Papier. Im Schillerpalais Berlin und bei 48 Stunden Neukölln stellte sie unter anderem aus.

Creators´Crown wurde begleitet von der Kuratorin und Künstlerin Lena Braun. Die Ausstellung wurde konzipiert im Rahmen von Art up – Erfolg im Team. Das Projekt Art Up – Erfolg im Team wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales im Rahmen der Bezirklichen Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit.

Inbetween: Distance and Connection

Ausstellung mit Werken von Azzurra Cecchini, Patricia Fesser, Sani Gulic, Simone Kehl Duende, Rose Reichart, Photogräphin Manuela Schneider

ÜBER DIE AUSSTELLUNG
Erkundet wurde der Raum Inbetween – Dazwischen. Im Titel spiegelt sich die aktuelle Zeit als eine besondere Herausforderung, einen Raum neu zu definieren: den Raum Dazwischen. Sechs Künstlerinnen, in einer virtuellen Realität miteinander verbunden und doch allein und isoliert in ihren Räumen, kommunizieren auf neue Art. In diesem Raum „Dazwischen“ entsteht eine Frage: Wie können wir diese Realität einordnen? Wie können wir die uns genommene Nähe in diesem ganz besonderen Raum wiederherstellen? Distanz und Nähe. Es ist an der Zeit, neue Definitionen für allzu vertraute Konzepte zu erschaffen. Gezeigt wurde die Ausstellung in der Inselgalerie in Berlin-Friedrichshain am 13. und 14. Juni 2020.

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DIE KÜNSTLERINNEN

AZZURRA CECCHINI erforscht die Unterschiede zwischen privatem und öffentlichem Raum und seiner Umkehrung. Cecchini findet Leerstellen, die sie spontan und spielerisch zu füllen sucht: von innen nach außen. Flanierend zieht sie ununterbrochene Linien zur Verbindung von Räumen.

PATRICIA FESSERs „Projekt zur ökologischen Inklusion“ ist ein Aufruf, die Distanz des Menschen zu anderen Lebensformen zu hinterfragen. Es gibt keine mögliche Entfernung, die uns vor der Natur schützen könnte. Alle Arten koexistieren dank einer höchst ausbalancierten Abhängigkeit. Das Ungleichgewicht, das durch die Trennung von Mensch und Natur entstanden ist, gefährdet alle Lebewesen. Wir sind aufgefordert, unseren Platz in der Natur neu zu definieren und zu gestalten.

Der Entwicklung von Prototypen im Modedesign entspringt SANI GULICs Interesse aProzesshaften und an der Erforschung von Räumlichkeit. In ihren Installationen treten zwei- und dreidimensionale Medien miteinander in den Dialog. Grundlegender Teil ihrer künstlerischen Recherche sind dekonstruktive Praktiken, die Übergänge freilegen – wie in der in der Ausstellung gezeigten Installation „Cosmovision SVE MIR“. Textile und illustrative Elemente verbinden sich darin zu einer neuen Einheit, die die Betrachtenden in einen Zwischenraum führt.

SIMONE KEHL DUENDE künstlerische Medien sind Malerei und Objekte, für die sie vorrangig Materialien recycelt. Im Mittelpunkt ihres Interesses stehen der menschliche Umgang mit natürlichen Ressourcen und künstlerische Prozesse, die untersuchen, wie Vergangenes im Gegenwärtigen aufgehoben wird.

ROSE REICHART verleiht Emotionen durch ihre vielfältigen künstlerischen Schöpfungen eine sinnlich fassbare Gestalt. Sie kreiert Momente und Räume für ein fühlendes Innehalten im Hier und Jetzt. Reichart ist nicht nur abstrakte Künstlerin und Fotografin, sondern auch Singer-Songwriterin. Ihre Multimedialität zeigt sich in der präsentierten audiovisuellen Erzählung „Inbetween Distance and Connection“, die in Kooperation mit dem Musiker und Komponisten Mathias Reichart entstanden ist.

Mit ihrer interaktiven Installation aus Zollstöcken, Maßbändern und Fotografien schafft Photogräphin MANUELA SCHNEIDER einen Raum, der die Fragilität des Vergangenen und Künftigen ins Zentrum rückt. Es ist ein Raum des Spiels und der Reflexion. Schneiders Fotografien richten den Blick nie auf Objekte, sondern auf Beziehungen im Raum.

INBETWEEN: DISTANCE AND CONNECTION wurde begleitet von der Künstlerin und Kuratorin Kim Dotty Hachmann im Rahmen von „Art up – Erfolg im Team“. Das Projekt „Art up – Erfolg im Team“ wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales im Rahmen der Bezirklichen Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit.

SILENCE

Ein Ausstellungsprojekt für den öffentlichen Raum mit Werken von Caty Forden, Zuzana Richter, Mathias Roloff, Felicia Scheuerecker

 

ÜBER DIE AUSSTELLUNG
Viel zu laut! Immer mehr Menschen fühlen sich in städtischen Zentren von Verdichtung und Informationsflut bedrängt. Ende 2019 bestätigte die „Charta der Neurourbanistik“ die Dringlichkeit, sich mit der Wirkung urbaner Kultur auf die Psyche auseinanderzusetzen. Unter dem Motto SILENCE erforschten die Künstler*innen CATY FORDEN, ZUZANA RICHTER, MATHIAS ROLOFF und FELICIA SCHEUERECKER sechs Monate lang das Thema im sich rasant verändernden Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Sie erarbeiteten ein Konzept zur Präsentation ihrer Werke im öffentlichen Raum, das Ruhe dorthin bringen kann, wo sich eine Tendenz zur Reizüberflutung bemerkbar macht. Die Ergebnisse dieses Prozesses sollten zusammen mit ausgewählten Originalen der Künstler*innen im April 2020 in der Galerie Salon Halit Art gezeigt werden. Da die Ausstellung leider ausfallen musste, ist sie jetzt hier digital zu sehen. Zwar wurde es zwischenzeitlich sogar zu ruhig – und das aus Gründen, die sich niemand wünschen konnte, doch bleibt das Thema langfristig aktuell.
DIE KÜNSTLERINNEN
„Urbane Reflexionen beschäftigen mich seit langem“ – so die Malerin CATY FORDEN. Ihre Stadtlandschaften sind Spiegel der Seele. Sie nehmen uns mit zu einer Spurensuche nach uns selbst im flirrenden Großstadtlabyrinth. Dort heben sie die Flüchtigkeit der Betriebsamkeit in der Spannung zwischen Vergangenem und Künftigem auf. Der Maler MATHIAS ROLOFF, dessen Werk mit Mythen und Traditionen kommuniziert, untersucht in seiner Arbeit, wie Abhängigkeiten auf das Handeln eines Individuums wirken. Seine Gemälde fragen danach, wie unser Dialog mit äußeren Einflüssen zu einer Verschiebung unserer moralischen Grenzen beiträgt. Roloffs Bildwelten erinnern uns an unsere Hinfälligkeit – jedoch nicht ohne eigenwilliges Leuchten.

Das Verborgene, Verdrängte, leicht Übersehbare steht im Fokus der Fotografin FELICIA SCHEUERECKER. Scheuerecker interessiert der Moment der konzentrierten Betrachtung, der erlaubt, Menschen und Körper auf immer wieder neue Art zu entdecken. Ihre streng komponierte Schwarzweißfotografie zieht uns hinein in ein befreiendes Spiel mit Geschlechteridentitäten. Innehalten ist für sie Notwendigkeit, weshalb sie sich für die Analogfotografie entschieden hat. ZUZANA RICHTER fotografiert dagegen digital, doch wirken ihre Bilder wie aus der Zeit gefallen. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft begegnen sich darin wie Bewegung und Ruhe in einer kontemplativen Synthese. Die Arbeiten von Forden, Roloff, Scheuerecker und Richter schenken uns das, was sich viele zunehmend wünschen: Zeit und Raum, sich selbst zu begegnen.

SILENCE wurde begleitet von den Kurator*innen Michaela van den Driesch und Christian Kneisel. Die Ausstellung wurde konzipiert im Rahmen von Art up – Erfolg im Team. Das Projekt Art Up – Erfolg im Team wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales im Rahmen der Bezirklichen Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit.

Das Projekt Art up – Erfolg im Team wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales im Rahmen der Bezirklichen Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit.